Der Weltenergiebedarf (WEB) und was Desertec leisten könnte

Stand Januar 2026

Der Weltenergiebedarf - im Gegensatz zum Weltenergieverbrauch - ist die Menge an Primärenergie (Energie, die direkt aus Öl, Kohle, Gas, Wasser, Wind, Sonne, Erdwärme, Atom u.a. gewonnen wird), die weltweit jährlich zu einem gewissen Zeitpunkt verbraucht werden wird.
Ende Herbst 2010, als ich mich zum ersten mal diesbezüglich informiert habe, wurde der Verbrauchswert auf de.wikipedia.org/wiki/Weltenergiebedarf mit 107.000TWh (1012Wh) angegeben. Im September 2012 wurde dort bereits ein Wert von 140.168TWh angegeben. Später (14.07.2014) wurde dort eine Tabelle geführt, die dabei von einem Wert 142.300TWh für das Jahr 2008 sprach. Mittlerweile (09.05.2025) wird dort eine Tabelle geführt, die dabei von einem Wert 172.110TWh für das Jahr 2023 spricht. Es ist also durchaus plausibel, wenn man bei den Berechnungsgrundlagen von einer Verzerrung derselben sprechen möchte, wobei man noch gespannt darauf sein darf, wie sich zukünftige Berechnungsgrundlagen entwickeln werden.

Der Weltenergiebedarf steigt derzeit stark an, was auch logisch erscheint. Seit der Industriellen Revolution wird ein nennenswertes Wirtschaftswachstum über den Verbrauch der dazu benötigten Energieträger geleistet.
Der auf Wikipedia.de angegebene WEB sprach 2010 von einer Bedarfssteigerung von 50% bis 2030 auf etwa 160.500TWh und einer weiteren Verdoppelung auf 321.000TWh bis 2060. Hauptgrund ist, dass sich voraussichtlich bis dahin der Lebensstandard in den aufstrebenden Entwicklungs- und Schwellenländern - allen voran die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) - stark dem Lebensstandard der westlichen Industrienationen angeglichen haben wird.
Auf dem englischen Wikipedia (http://en.wikipedia.org/wiki/World_energy_consumption) bedient man sich der Angaben von IEA und OECD, stellt hier allerdings auch nur den bisherigen Verbrauch zum Ende eines Jahres dar. (Siehe Tabelle)


World Energy Consumption (TWh)
JahrVerbrauchDifferenz in TagenZuwachs/Tag
1990102.569,00--
2000117.687,0036534,1385
2005133.602,0018268,7158
2008143.851,0010969,3513
2023172.110,0054795,1577
2050222.974,0098625,1577
Quelle: IEA/OECD. Angabe in gelb: geschätzt bei konstanter Zunahme
Quelle Wikipedia.de: 172PWh enspr. 14,780 Gigatonnen Öleinheiten oder eine Stunde Sonneneinstrahlung

Primär Energiedeadrf nach https://ourworldindata.org/grapher/global-primary-energy
Quelle: https://ourworldindata.org/grapher/global-primary-energy

Im Jahr 2020 wurden rund 78,5 % des globalen Energiebedarfs durch fossile Energieträger gedeckt. Bei der Nutzung dieser Energie wurden 2023 ca. 35,13 Mrd. Tonnen Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Quelle: Wikipedia.de
Aber auch sehr schön, dass der WEB Zuwachs pro Tag wieder im Fallen begriffen ist. Reell betrachtet, steigt der tägliche Energiebedarf (Zuwachs/Tag) aber stetig weiter.

Man könnte nun vortrefflich darüber debattieren, wie sich der WEB weiter entwicklen wird. Wird er weiterhin ansteigen oder werden Energieeinsparmaßnahmen den Bedarf trotz steigender Bevölkerungzahl senken? Einen solchen Diskurs halte ich - angesichts der auf uns zukommenden Probleme - allerdings für mehr als überflüssig. Viel wichtiger erscheint daher die Frage, ob die Politik in den größten und daher wichtigsten Ländern der Welt den Zahlen Rechnung tragen wird, um die eigenen Emissionen an Kohlendioxid und andern schädlichen Klimagasen einzuschränken. In einigen Ländern werden hier größere Fortschritte als anderswo gemacht, z.B. in China, obwohl dort immer noch sehr viele Kohlekraftwerke gebaut werden. In anderen Ländern scheint das Ziel momentan nicht erreichbar zu sein, wie etwa in Indien, und in den USA scheint seit 2025 mit Präsident Trump der Wahnsinn zu grassieren, und das nicht nur in der Klimapolitik. Siehe dazu auch: Liste der Länder mit dem höchsten Energieverbrauch

Ursprünglich war Ende des letzten Jahrhunderts das Ziel der energiehungrigsten Staaten der Welt, den Anstieg der Durchschnittstemperaturen bis zum Jahr 2100 auf maximal 2°C zu beschränken. 2015 hat man das Ziel von 1,5°C bis zum Jahr 2050 ins Auge gefasst. In Wirklichkeit ist diese Zunahme heute aber schon erreicht.
Laut WMO lag die höchste Durchschnittstemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2024 weltweit bei plus 1,55 Grad über dem industriellen Niveau (1850-1900). In Europa waren es Copernicus zufolge sogar plus 2,92 Grad. Siehe: deutschlandfunk.de/europa-erwaermt-sich-am-schnellsten
Nun der Meinung zu sein - wie in den USA -, es gäbe kein Problem bezüglich der Erderwärmung und seines Einflusses auf das Klima ist jedoch abwegig. Dort scheint die Politik seit diesem Jahr sogar der Meinung zu sein, dass Maga und "drill baby drill" das Ziel für dieses Jahrtausend sein soll. Ein Schelm, wer dabei meint, diese Denke sei nur abwegig!
Vielmehr handelt es sich hier um den Ausdruck einer angeborenen Intelligenzschwäche eines offensichtlich verrückten Geistes und seiner Gefolgschaft, die mit jeder, ihnen eigenen Wahrheit die Wirklichkeit völlig negiert. Das Schlimme daran ist aber eigentlich, dass dieser demokratisch gewählte Mensch die eigene Staatsform und ihre Wissenschaft für absolut falsch hält und dabei von über 40% der Bevölkerung nach 100 Tagen seiner Präsidentschaft auch noch unterstützt wird. Die Welt kann nur hoffen, dass dieser Bevölkerung bald ein Licht aufgeht und der gewählte Präsident bzw. sein Gefolge nicht weiter die Politik in den USA bestimmen werden. Freude darüber können eigentlich nur solche Staatsmänner haben, wie es sicherlich Herr Putin in Russland ist, was vom Herr Trump allerdings wohl noch nicht so gesehen wird.

Um sich einem zu erwartenden Weltenergiebedarf im Jahr 2050 zu nähern, gehen OECD und IEA hier im Weiteren von einem linearen Anstieg aus. (Der in gelb gehaltene Bereich für den WEB im Jahr 2050 ergibt sich daher aus dem hier zuletzt errechneten Zuwachs pro Tag.)

Grob überschlagen wurden 2008 rund 85% des globalen Energiebedarfs durch fossile Energieträger abgedeckt. Nach damaliger Einschätzung des Copenhagen Consensus Centers wird dieser Verbrauch - ungeachtet der derzeitigen Bemühungen der Klimapolitik - in den kommenden Jahrzehnten weiter ansteigen; nach vorsichtigen Schätzungen von 2008 um ca. 50% bis zum Jahr 2050. Dies ist nur ein Grund dafür, dass die fossilen Ressourcen bis weit in dieses Jahrhundert eine große Rolle bei der Deckung des Weltenergiebedarfs spielen werden. Gleichzeitig muss die gesamte Menschheit aber - um die drohende Klimakatastrophe abzuwenden - ihren Verbrauch an Kohlenwasserstoffen zur Energiegewinnung um ca. 95%-98% reduzieren, sofern sie Ziel der politischen Vorgaben bis 2050 bzw. 2100 noch erreichen will.

Eine kleine Rechnung an Hand derzeitiger Solartechniken soll nun aufzeigen, welcher Anstrengungen es eigentlich bedürfte, um solch ein Ziel zu erreichen.
Wollte man den für 2023 auf Wikipedia.de angegebenen Weltenergiebedarf - der durch fossile Energieträger abgedeckt wird - durch Solarthermische Kraftwerke ersetzen, so ergäbe sich folgende grobe Rechnung:

Diese Kraftwerke würden ihrerseits eine Fläche von 931.281km² bei Volllast und 620.854km² bei verteilter Last beanspruchen. Nicht gerade wenig, wenn man bedenkt, dass Deutschland nur eine Fläche von 357.121km² hat. Ein Staat wie Nigeria mit seinen 152Mio. Einwohnern auf einer Fläche von etwa 924.000km² würde zugebaut. Aber in den Wüsten der Welt wäre sicherlich sehr viel Platz für solche Projekte. Wenn man sich einmal vor Augen hält, dass die Größe der Sahara etwa 9,4 Mio. km² beträgt, dann würden dort gerade einmal etwa 10% der Fläche benötigt werden, um die ganze Welt mit Energie versorgen zu können.
Raum für solche Projekte wäre also vorhanden.

Mit Vorhaben wie Desertec sollen 50GW zur Verfügung stehen. Die Kosten werden dabei auf ca. 400.000.000.000€ geschätzt. Für die mal angenommenen 438TWh/Jahr, die dieses Kraftwerk dann an Leistung erbringt, benötigte man also immerhin noch ca. 509 solcher Kraftwerke, um den anfallenden Weltenergiebedarf bis 2050 über Strom zu decken. Selbst wenn sich der Preis für Desertec auf 200Mrd.€ halbieren ließe, so müssten in der noch verbleibenden Zeit täglich etwa 10,32 Mrd.€ aufgewandt werden, um etwas Entscheidendes in diese Richtung zu vollbringen. Jedem Menschen (8 Mrd.) auf der Welt müsste man also täglich etwa 1,29€ abverlangen, wenn alle sich an dieser Lösung zu gleichen Teilen beteiligten. Für einen Staat wie Deutschland nicht unmöglich, wenn man bedenkt, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Person - bei 82 Mio. Mitbürgern - in Deutschland im Jahr 2024 bei 39.902,43€ lag.

Anhand dieser Zahlen wird deutlich, wie weit wir schon im Hintertreffen sind, wenn es darum geht, bis zum Jahr 2050 95-98% aller CO2-Emissionen eliminieren wollen zu können. Die drohende Klimakatastrophe - auf diese Art - einer kompletten Lösung zuzuführen, ist demnach nur mit außerordentlichen Bemühungen möglich. Niemand baut allein pro Tag 51,6 Kraftwerke a 50MW. (2008 lag dieser Wert mit Ziel im Jahr 2100 noch bei 41,2 SKW-Typ-Andasol/Tag.) Dies wäre ein länderübergreifendes Projekt, bei dem vor allem die Industriestaaten gefordert und aufgerufen sind. Nicht nur, weil diese als Verursacher des Klimawandels zu betrachten sind, sondern auch weil nur eine rel. CO2-freie Energiegewinnung den dortigen Wohlstand auf Dauer wird sichern können.
Mit der entsprechenden Verbreitung der Solartechnik und einer Hilfe zur Selbsthilfe, würden die hochtechnisierten Länder auch etwas zum steigenden Wohlstand - und damit gegen Armut, Hunger und Krieg - in den sonnenbeschienenen Ländern beitragen können. Größtenteils sind es Armut, Hunger und Krieg, die die Menschen aus ihren Ländern vertreiben und die hochtechnisierten Länder Hindernisse bauen lässt, um sich gegen die Flut der Flüchtlinge abzuschirmen. Darüber hinaus würden solch länderübergreifende Projekte dazu beitragen, die Völker einander näher zu bringen und Vorurteile dabei abzubauen zu lassen.

Arbeit wird in den hochtechnisierten Ländern zu etwa 99,9% durch freigesetzte Energie geleistet. Und sicherlich würden bei solchen Projekten auch in Europa Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten bleiben. Genug Energie für zu erledigende Arbeiten ist vorhanden, denn die Sonne sendet etwa 400 mal soviel auf die Erde, wie die Menschheit verbraucht. Und man würde natürlich auch etwas zur Klimaberuhigung beitragen, wenn man einen Teil dieser Energie dem Wetter entziehen würde. Entscheidet man sich für eine solche Herangehensweise, muss man auch nicht auf die etwas irrwitzige Idee zurückgreifen, die Sonneneinstrahlung durch Spiegel im Weltraum zurück halten zu wollen.

Ein weiterer Aspekt ergibt sich, wenn man sich fragt, wie viele Arbeitsplätze wohl weltweit durch solche Projekte entstehen könnten.
Auf www.solarbranche.de/news/nachrichten/artikel-19650-spanien-andasol-3-geht-ans-netz habe ich Informationen dazu gefunden, die ich hier für die Berechnung nutzen möchte. Zu erwähnen wäre, dass ANDASOL3 bereits ein Kraftwerk mit einer nicht mehr ganz so neueren Technik ist, dass allerdings auch Nachteile mit sich bringt. Zur Kühlung wird jede Menge Wasser verbraucht (870.000m³/Jahr = 348 Olympische Schwimmbecken mit den Abmaßen von 50x25x2 Metern), welches dann - als Wasserdampf frei gesetzt - zur Klimaerwärmung beiträgt. Die technische Beschreibung von ANDASOL3 finden Sie auf: http://large.stanford.edu/publications/coal/references/docs/Andasol1-3deutsch.pdf

ANDASOL3 beschäftigt - bei einer Leistung von 50MW - permanent 50 Arbeiter. Allerdings müssten Schichten eingeführt werden, wenn das Kraftwerk 24Std./Tag laufen soll. Man darf also davon ausgehen, dass wesentlich mehr Stellen anfallen, als nur die besagten 50. Trotzdem soll diese Zahl hier nun zu Grunde gelegt werden.
Bei einem angenommenen Bedarf von 310.427 Kraftwerken a 50 MW geht es also um ca. 310.427 * 50 = 15.521.350 vakante Arbeitsplätze, die bis 2050 entstünden.
Und wenn man einmal die zum Bau der Andasol-Kraftwerke benötigten Arbeitsplätze mit 600 pro Kraftwerk ansetzt - die tatsächlich auch benötigt wurden - und dabei zu Grunde legt, dass pro Tag 51,6 Kraftwerke entstehen müssten und eine Bauzeit von 2 Jahren (730 Tage) eingeplant wird, so ergäbe sich etwa folgende grobe Rechnung, wenn die Erbauer nach jeder Fertigstellung zur neuen Baustelle umzögen:

Wir sprechen bei solch einem Projekt also von ca.:
22.600.800 + 15.521.350 = 38.122.150 gesicherten Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2050. Und danach müssten natürlich weitere Kraftwerke gebaut werden. wenn sich die Bevölkerungszahl und der Verbrauch an Energie weiter erhöht.
Dazu kommen natürlich noch die Arbeitsplätze, die für den Bau und Betrieb von zusätzlichen Zulieferbetrieben einzurechnen wären, denn es müssten für Kraftwerke wie ANDASOL3 täglich:

zu liefern sein. (Nebenbei bemerkt. Salz, dass bei der Meerwasserentsalzung als Rückstand gewonnen wird, könnte evt. hier auch zum Einsatz kommen, da - laut der Beschreibung zur Arbeitsweise von Andasol3 - Kalium-Natrium-Nitratsalz dafür benötigt wird. Momentan bin ich auch überfragt, ob täglich überhaupt solche Mengen durch die heutigen Abbaustätten lieferbar wären. Und Meerwasserentsalzungsanlagen wird die Welt sicherlich auch bald in verstärkter Menge benötigen, um den zukünftigen Mangel an Süßwasser auszugleichen.)

Es sei jetzt mal egal, wie viele zusätzliche Produktionsstätten dazu gebaut werden müssten. Die Konjunktur würde sicherlich brummen und die Hersteller bzw. Lieferanten würden glänzende Augen bekommen. Voraussetzung für solch glänzende Augen wäre jedoch, dass sich die führenden Politiker der Welt bei ihren jährlichen Klimakonferenzen endlich mal auf solche Projekte verständigen würden. Auch wenn ich nicht dazu neige mit dem Finger auf Menschen zu zeigen, aber wen soll man letztendlich dafür verantwortlich machen, wenn die Pole geschmolzen sind und der Menschheit das Wasser turmhoch über dem Kopf steht, wenn nicht den Köpfen der heutigen Politik? Sie sind es, die jetzt die Weichen für die Zukunft der ganzen Menschheit stellen.
Auch wenn diese Zahlen hier nur grob angenommen sind und sicherlich nicht einem tatsächlichen Bedarf entsprechen, so zeigen sie doch, welch riesiges Potential hier schlummert. Und 2050 wäre ein solches Projekt auch noch nicht beendet. Zum Einen beträgt die Laufzeit eines SKW etwa 40 Jahre und man müsste also schon wieder Arbeitsplätze hinzurechnen, um die alten Anlagen zu ersetzen. Andererseits hat man 2050 eventuell auch noch nicht die Möglichkeit Fusionskraftwerke(FKW) zu bauen, um so von den fossilen Brennstoffen weg zu kommen. Die Hürden bis zum ersten FKW sind bis dahin noch recht hoch und ob kommerzielle Fusionskraftwerke wie ITER überhaupt realisierbar sind, bleibt bis dahin ungesichert. Siehe dazu auch: https://de.wikipedia.org/wiki/ITER

Wer sich dafür interessiert, wie sich ein Projekt wie Desertec über 2050 hinaus entwickeln könnte, für den habe ich eine Tabellenkalkulation erstellt. Mit dieser wird bei linear ansteigendem Weltenergiebedarf dann auch errechnet, was im Jahr 2100 nötig wäre, um bis dorthin zu 95-98 Prozent auf fossile Brennstoffe verzichten zu können. Vor allem wird beim Einsatz der Kalkulation auch sehr deutlich, wie sehr sich die Zahlen verändern, wenn wir die Zeit weiterhin - ohne gemeinsame Ziele und Anstrengungen - verstreichen lassen. Darüber hinaus kann man dort auch nachrechnen lassen, wie viele Windkraftwerke gebaut werden müssten. (Auf die Kalkulation von Biogaskraftwerken habe ich willentlich verzichtet, u.a. weil diese Kraftwerksformen gerade erst eingesammeltes CO2 schon wieder frei setzen. Darüber hinaus steht auch der zum Anbau verwendete Boden und dessen Ernte nicht mehr der Ernährung der Weltbevölkerung zur Verfügung, was ein grundsätzliches Problem der Menschheit, den weltweiten Hunger, noch verschärft und somit lediglich dem Finanzsektor und seinem Kapital den Boden für weitere Spekulationen bereitet.)
Wohlgemerkt, wir reden hier über eine endgültige Lösung für die ganze Welt bis zum Jahr 2050. Das Feintuning (wer macht mit, welche sonnenbeschienenen Orte sollen noch dazu dienen) überlasse ich jetzt mal dem geneigten Leser. Für die südlichen Länder Europas oder für Afrika wären solche Projekte aber sicherlich schon sehr interessant. Die dortige Sonneneinstrahlung verspricht eine rel. hohe Ausbeute und mit der Umsetzung solcher Projekte würde man der schwächelnden Konjunktur auf die Beine helfen und so auch einiges zur Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit unternehmen. Das solche Projekte auch etwas für die nordafrikanischen Länder sind, hat Marokko der Welt deutlich vorgeführt. Gerade jetzt, wo sich ein Großteil dieser Länder im Umbruch befinden, wäre eine Mitarbeit an solch länderübergreifenden Projekten die beste Hilfe die Europa anbieten könnte. Solche Unternehmungen versprechen Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze und damit auch einen zunehmenden Wohlstand.

Letztendlich möchte ich dann auch darauf hinweisen, dass ich bei ANDASOL3 mit einer Ausbeute von 0,438TWh/Jahr gerechnet habe. Die Prognose des Herstellers spricht aber nur von einer Ausbeute, die bei 0,18TWh/Jahr liegt. Bei einer weltweit verteilten Aufstellung solcher Solarkraftwerkstechniken darf man aber durchaus mit höheren Erträgen rechnen. Im Allgemeinen scheint die Sonne ja auch nie zu 100% und in 24 Stunden auch nicht auf die gleiche Stelle. Inzwischen gibt es Techniken, die die Parabolrinnen solcher Kraftwerke der Sonne nachführen, womit sich der Wirkungsgrad und damit die Ausbeute erhöht. Darüber hinaus gibt es auch Techniken, die Verunreinigungen im Prozess beseitigen und so - neben der rel. gesicherten Ausbeute - auch die Laufzeiten der Kraftwerke verlängern. Sollten also ein paar Prozent zum meinem angenommenen Ertrag fehlen, freut sich weiterhin nur die Konjunktur und damit sicherlich auch ein Großteil der Menschheit. 😎

Fassen wir zusammen:
Es gibt also viele und gute Gründe, solche Projekte ins Leben zu rufen.😉

Diese Liste ließe sich wahrscheinlich beliebig verlängern. Gründe dagegen fallen mir eigentlich nur dann ein, wenn ich weiter das diesbezügliche Unvermögen von Politik und Weltwirtschaft, zu einer globalen Lösung finden zu können, befördern möchte.

Autor:
Michael Kleinwächter
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